Musikfilm zu dem wohl bekanntesten Konzeptalbum der Band Pink Floyd. Düster, beklemmend und beeindruckend.
Der Rockstar Pink (Bob Geldof) sitzt einsam in einem Hotelzimmer. Deprimiert, ausgebrannt und nahe der Selbstzerstörung starrt er in den Fernseher - 13 channels of shit (...) to choose from. Dabei holen ihn Erinnerungen ein, schmerzhafte Erinnerungen an Erlebnisse die ihn nachhaltig geprägt haben, die zeigen wie es soweit kommen konnte. Jedes Einzelne davon ein weiterer Ziegelstein in einer Wand, die vom Schutzwall zur Isolationszelle geworden ist aus der es kein Entkommen gibt...
Goodbye cruel world -----
Bereits als Kind hat er seinen Vater im Krieg verloren. Von der Mutterliebe erdrückt und vom Lehrer gedemütigt beginnt er eine Wand zwischen sich und seiner Umwelt aufzubauen. Die Wand fungiert als Schutzwall, hinter dem er seine Gefühlswelt verschanzt und vor weiteren Verletzungen durch Andere bewahrt. Im Laufe der Jahre ist diese Wand immer höher, dicker und undurchdringlicher geworden. Pink driftet immer mehr in die Isolation, in einen Dämmerzustand, seine emotionelle Twilight Zone. Die Wand wird zur unüberwindbaren Begrenzung seiner emotionellen Einzelhaft, die schließlich zu übermäßigen Drogenkonsum, Selbsthass und bizarren Alpträumen von Krieg, Zerstörung und destruktiver Sexualität führt.
Is there anybody out there? -----
Im Drogenrausch phantasiert sich Pink zur gefühllosen, faschistoiden Führerfigur und sein Publikum zur gesichtslosen, einfältigen und manipulierbaren Masse, die ihm widerspruchslos in einen kriegerischen Feldzug folgt. Ein Krieg wie jener in dem er seinen Vater verlor, der erste Ziegelstein seiner Wand... Es folgt das Alptraumszenario einer imaginären Gerichtsverhandlung - Pink selbst ist der Angeklagte. Als Zeugen treten all jene Leute auf, die ihn ursprünglich dazu veranlasst haben die Wand aufzubauen. Schuldig! Als Bestrafung kann es nur eines geben - die totale emotionelle Auslieferung! Die Zerstörung der Wand...
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